Der Garten von Herbula wird neu gestaltet - Berichte von der Baustelle
Gucken Sie auch so gerne über Gartenzäune in fremde Gärten?
Jetzt dürfen Sie ganz offiziell! Weil ich nichts so anregend finde, wie der Blick in andere Gärten, möchte ich Sie einladen, bei der Neugestaltung unseres Gartens dabei zu sein. Vielleicht inspiriert Sie das eine oder andere - oder Sie wissen nachher zumindest, was Sie sicher nicht wollen.
Die aktuellsten Einträge finden Sie immer zuoberst. Hier finden Sie den ersten Eintrag.
13.-15. Oktober 2009
Jetzt gilt es ernst! Am Dienstag schufte ich den ganzen Tag im Garten und räume sozusagen das Feld. Der Gemüsegarten muss komplett abgeräumt werden, damit hier meine Rosen und anderen geliebten Blumen, die ich retten möchte, Unterschlupf finden.
Das letzte Gemüse findet den Weg in die Küche. Ich schneide zurück und reisse aus bis mir jeder Knochen weh tut. Heute Abend bin ich für einmal wirklich froh um ein gutes Schmerzmittel!
Am nächsten Morgen ist es eisig kalt, meine Knochen schmerzen und jede Bewegung tut weh. Aber da hilft nichts: pünktlich um 8 Uhr stehen die beiden Gärtner vor der Tür. Zu viert arbeiten wir den ganzen Tag. Rosenstöcke werden ausgegraben und wieder eingegraben, Bäume entastet und gefällt, Sträucher herausgerissen und der Anhänger für die Grünentsorgung füllt sich im Nu! Die Wurzelstöcke der Bäume und grossen Sträucher kommen mit einem 4-Bein-Gestell und einer daran befestigten Seilwinde fast im Handumdrehen aus dem Boden. Ich staune!
Auch am nächsten Tag geht es bei eisiger Kälte weiter. Mittlerweile liegt die Temperatur bei Arbeitsbeginn bei knapp etwas mehr als 0°C und der Rasen ist vom Frost weiss. Bis am Mittag arbeiten wir noch einmal zu viert und bald sieht mein ehemaliger Garten öd und leer aus. Schon etwas ungewohnt, aber hoffentlich ja nur vorübergehend. Einzig eine grosse Wildrose bleibt stehen. Sie ist einfach zu gross für eine Evakuation und ich will sie unbedingt behalten!
9. Oktober 2009
Die Gartenplanerin hat einen Augenschein in unserem Garten genommen. Wir haben lange diskutiert und besprochen, was machbar wäre, was schön wäre, usw. Mit einer Kopie unserer Pläne, unserem eigenen Handgelenk-mal-Pi-Entwurf für die neue Gestaltung und mit dem Auftrag an mich, eine Runde Fotos vom Status Quo zu machen, verlässt sie uns.
Und so sieht der Garten also Anfang Oktober noch aus:
8. Oktober 2009
Meine Wunschliste für den neuen Garten: frisch angelegte Blumen- und Rosenbeete der Grenze entlang und vor der Terrasse, ein neuer Kräutergarten an der Südwand unseres Hauses, ein grüner Sichtschutz zum Nachbargrundstück, klare Abgrenzung zwischen Blumenbeeten und dem Rasen. Ein kleiner Sitzplatz in der Südecke mit schattenspendenden Bäumen. Eine neue Trockenmauer und eine Steintreppe am Hang gegen den Gemüsegarten.
Ende September 2009
Wir machen Nägel mit Köpfen! Kurz entschlossen machen wir einen Termin mit einer Gartenplanerin ab. Sie soll uns mit ihrer Sachkenntnis helfen, unsere Vorstellungen so aufs Papier zu bringen, dass sie auch umsetzbar sind.
So ganz nebenbei werden wir wohl auch noch einen gehörigen Schock angesichts der auf uns zukommenden Kosten bekommen!

Das ist der "Patient": ein grosses Stück Garten an der Südost- bis Südwestseite unseres Hauses.
Sommer 2009
Ohjeh! Eigentlich wollten wir endlich unsere Gartenumbaupläne umsetzen, wenn da nicht diese leidigen Erdhaufen überall im Garten wären...
Wir zweifeln stark am Sinn einer Neugestaltung von Beeten, Rasen und Pflanzung solange unsere unterirdischen Gäste da sind.
Aber wir haben Glück: ein ausgewiesener Fachmann erbarmt sich unser und unseres Gartens und erlöst uns von der Plage. Seltsamerweise fängt er nur einen Maulwurf und wir fragen uns, wie ein einziger dieser eigentlich süssen Kerle so viele Gänge graben kann.





