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Duftender Lavendel (Lavandula angustifolia) für den Garten oder den Balkon

Lavendel im Garten (Lavandula angustifolia 'Munstead')

Lavendel, der Duft des Südens Vom Zauber des Lavendels Lavendel

Der Lavendel ist ein immergrüner Strauch, der je nach Sorte zwischen 30 und 90cm hoch und auch genau so breit wird. Es gibt etwa 25 Arten, die je nach Herkunft mehr oder weniger winterhart sind. Alle haben schmale, behaarte, grau-grüne Blätter welche ebenso duften wie die blau-violetten Blüten.
Der Lavendel benötigt einen trockenen, durchlässigen Standort an der Sonne. Nur dort entwickelt sich der kräftige Duft. Die Blüten erscheinen im Frühsommer.

L. stoechas (Schopflavendel) 'Papillon'

Besonders schöne Lavendel-Sorten

L. angustifolia ‘Hidcote blue ’ mit dunkel-lila Blüten
L. angustifolia ‘Hidcote pink’ mit rosa Blüten
L. angustifolia ‘Munstead’ mit lavendel-blauen Blüten (siehe Bild ganz oben)
L. angustifolia ‘Dutch’ mit hellblauen Blüten
L. stoechas ‘Merle’ Schopflavendel mit rot-violetten Blüten
L. stoechas ‘Marshwood’ langblühender Schopflavendel
L. stoechas ssp. lusitanica mit dunkel-violetten Blüten
L. stoechas ssp. pedunculata ‘Papillon’ mit purpurrosa-hellrosa Blüten (siehe Bild oben)
es gibt auch einige weissblühende Sorten:
L. angustifolia ‘Nana Alba ’
L. viridis ‘Pippa White’ mit grünen Blättern

Lavendel und Rose

Lavendel

Als Begleitpflanze zu Rosen hat der Lavendel eine lange Tradition. Der Grund ist zum einen sicher, dass sich die Blüten- und Blattfarbe ideal mit der Farbe der Rosenblüten kombinieren lässt. Aber auch die Tatsache, dass der Geruch des Lavendels Ungeziefer vertreibt macht ihn bei Rosengärtnern beliebt. Ausserdem zieht der blühende Lavendelstrauch viele Bienen und andere nektarsuchende Insekten an.

Leider haben Rosen ganz andere Bodenansprüche als der Lavendel, Rosen lieben nämlich einen lehmigen, eher schweren Boden und brauchen durchaus auch reichlich Wasser, welches sie mit ihren langen Wurzeln aus grossen Tiefen holen.
Bei mir hat sich die Kombination mit den Rosen nicht bewährt, aber jeder Garten ist ein bisschen anders, darum selber ausprobieren! Für solche Experimente sollten Sie aber nicht gerade die allerliebste, seltenste und teuerste Lavendelsorte nehmen, lieber einen Standardsetzling aus dem Gartencenter!

L. viridis 'Pippa White'

Übrigens ist Lavendel auch absolut allergisch gegen Rindenmulch, das würde zwar als Bodenbeckung zwischen den Pflanzen gut aussehen, ist aber der fast sichere Tod für Lavendel und auch Salbei.

Der Lavendel sollte nicht zu eng gepflanzt werden. Er benötigt jedes Jahr mindestens einen kräftigen Rückschnitt, idealerweise nach den letzten Frösten im Frühjahr. Ohne Rückschnitt breitet sich der Lavendel extrem stark aus und verholzt in der Mitte. Der Schnitt darf ruhig etwas mutig erfolgen, dann treibt der Lavendel von der Basis her wieder aus. Wenn der Lavendel sich schon im Sommer zu stark ausbreitet, kann ein leichter Rückschnitt nach der Blüte gemacht werden. Von diesem Rückschnitt kann man gleichzeitig auch Stecklinge für die Vermehrung nehmen.
Die Vermehrung ist auch durch Aussaat oder durch Absenken bodennaher Triebe möglich. Verholzt der Lavendel trotz Rückschnitt nach einigen Jahren ersetzt man ihn am besten durch eine Jungpflanze.
Man kann mit dem Lavendel auch niedrige Hecken anlegen oder ihn zu Kugeln formen.

Lavendel kann auch sehr gut im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse stehen. Damit die Pflanze auch im Winter draussen bleiben kann, sollten Sie entweder einen der schönen, aber teuren frostfesten Terracotta-Töpfe kaufen (nicht zu klein!) oder einen Kunststoff-Topf wählen. Ausserdem hilft es, den Topf mindestens über den Winter auf kleine Tonfüsschen oder zwei Holzleisten zu stellen, damit das Wasser gut ablaufen kann. Im ersten Jahr sollten Sie den Lavendel auf jeden Fall etwas einpacken oder nahe an die Hauswand stellen.
Im Frühjahr können Sie etwas frische Erde und Dünger rund um die Pflanze einarbeiten.