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Pimpinelle (kleiner Wiesenknopf) (Sanguisorba minor)

Die Pimpinelle gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Gerbsäure verdankt das Kraut seinen lateinischen Namen sanguisorba = blutstillend. Sanguisorba kommt vom lateinischen sanguis = Blut und von sorbere = absorbieren,schlürfen.

'Pimpernelle' aus dem Kochbuch von J. Rottenhöfer

Der lateinische Name ist hier massgebend, da bei den deutschen Namen, gelinde gesagt, ein bisschen ein Chaos herrscht. Pimpinelle, Pimpernelle, Pimpernell, Bibernell und viele weitere ähnliche Bezeichnungen werden nämlich munter einmal für die eine und dann wieder für die andere Art verwendet (Pimpinella saxifraga und Pimpinella major oder eben Sanguisorba minor und S.officinalis). Sogar die Beschreibungen sind manchmal eine Mischung zwischen den Arten.

Volkstümliche Namen für die Pimpinelle

Kleiner Wiesenknopf, Bibernell, Bibernelle, Wiesenbimbernell, Blutskraut, Pimpernell, Pinellkraut, Weinpimpinellwurzel, Weinpimpinell, Kölbelskraut, Herrgottsbart, Sperbenkraut, Schneiderkopf, Hosenknopf, Grummetkopf, Trommelschlegel, Kölble, Braunelle, Schlotfeger, Rotkopf, Blutströpfli.

Die Pimpinelle wächst wild an Waldrändern und Geröllhalden in ganz Europa. Vom Wiesenknopf gibt es ca. 18 Arten.

Pimpinelle - Einzelblatt

Die Pimpinelle hat lange, verzweigte Wurzeln aus denen eine dichte Blattrosette herauswächst, an den Blattspindeln sitzen 6 bis 10 runde, gezähnte Blättchen. Sie wird 30-50cm hoch, Die grünen Blütenkugeln haben winzige, rote Pünktchen und erscheinen im Früh- bis Hochsommer. Sie haben keinen Nektar und werden nur vom Wind bestäubt.

Blüte der Pimpinelle

Die Pflanze ist winterhart. Die Blätter überdauern milde Winter, nach strengen Wintern spriessen sie schon im frühen Frühjahr.

Der Geschmack der Gartenpimpinelle stammt von den Gerbstoffen, Flavonen und dem Vitamin C. Das Kraut wirkt blutstillend, antiseptisch und zusammenziehend.